Wenn ein Team mehr Ding-der-Woche-Titel hat als Kreisligapunkte dann läuft gehörig was falsch. Seit letztem Wochenende aber Realität: Jan Behrendt erwischte für die SG Markoldendorf/Ellensen einen rabenschwarzen Tag.

Doch was war passiert? Der „Arbeitstag“ für die Nummer 12 des Kreisliga-Aufsteiger dauerte am vergangenen Sonntag nur 29 Minuten. Dennoch war Behrendt einer der Hauptakteure im ersten Drittel des Kellerduells: Der Verteidiger foulte nicht nur Marvin Sauer (Titelbild) im Strafraum, sondern fabrizierte auch noch ein unglückliches Eigentor. Das Übel wurde komplett, als Behrendt dann noch mit gelb/rot des Feldes verwiesen wurde und sein Team somit 60 Minuten in Unterzahl weiter agieren musste. „Wir hatten uns in der Woche mit sehr guter Trainingsbeteiligung gut vorbereitet und haben dann nach 30 Minuten alles weggeschmissen“, sagt der Unglücksrabe. „Den Elfer, den ich verschuldet habe, war klar, da war der Gegenspieler einfach zu flink. Beim Eigentor war es Pingpong im Strafraum und einfach unglücklich, dass ich den Ball dann noch an den Schlappen bekomme“, führt Behrendt fort, der mit einem Augenzwinkern sagt, dass er sich zu viel von seinem Innenverteidiger-Kollegen Jonathan Franke abgeschaut hat, der kürzlich erst das Ding der Woche mit drei Eigentoren in Folge „gewonnen“ hat. „Bei der gelb/roten Karte muss ich allerdings sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht über die Schiedsrichter-Entscheidung bin. Ich habe für ein vermeintliches Foul die gelbe Karte bekommen. Mir wurde tatsächlich nach dem Spiel auch vom Gegner gesagt, dass das eine Sergio-Ramos-Prime-Grätsche war und man das nicht hätte pfeifen dürfen. Nach dem Pfiff kam dann ein Gegenspieler auf mich zu und wollte (nett) mit mir sprechen. Das deutete der Schiri anders und gab uns beiden dann noch eine geleb Karte. Ja dann war es geschehen und ich durfte duschen gehen. Sorry nochmal an meine Jungs und an Trainer Batze“, beschreibt der Verteidiger die Szene, die zur gelb/roten Karte führte.

Am Ende setzte es eine deutliche 2:6-Niederlage gegen einen Mitaufsteiger, der ebenfalls sieglos vor dem Spiel war: „Leinepolder hat uns gut überrascht zum Anfang der Partie und konnte mit den schnellen Stürmern gut Druck machen. Wir haben unsere Offensive an dem Tag nicht eingesetzt bekommen und hinten viel zu viele Fehler gemacht“, kommentiert Behrendt die Niederlage.

Trotz der Niederlage schreibt er seine Mannschaft noch lange nicht ab: „Der Saisonstart verlief überhaupt nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung beim Stadtpokal und bei der Sportwoche in Lauenberg gespielt. Wir haben leider zwei Mal unglücklich verloren aber sonst immer gut mitgehalten und in vier von sieben Spielen geführt. Das 0:10 gegen Sudheim und das 2:6 vom Wochenende tut immer noch weh, aber wir sind guter Dinge, dass wir zeitnah unsere ersten Punkte holen“, so Behrendt, der auf den Teamgeist der SG Markoldendorf/Ellensen setzt. „Mit guter Trainingsbeteiligung und der richtigen Einstellung von jedem Spieler werden wir unsere Punkte holen und dann zeigen, dass wir nicht nur an der Theke eine gute Mannschaft sind. Großen Dank geht auch nochmal an alle raus, die uns bis jetzt unterstützt haben und an Batze, unseren Trainer, der es zur Zeit auch nicht leicht mit uns hat“, richtet der 27-jährige auch noch ein paar Worte an den Trainer.