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In einem am Ende mitreißendem Derby trennen sich der FC Eintracht Northeim und der SSV Nörten-Hardenberg vor 510 Zuschauern mit einem 2:2. Dabei lag Eintracht Northeim bereits mit 2:0 in Front.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der man beiden Teams angemerkt hat, dass sie keinen Fehler machen möchten, hatte erst Fabio Danneberg und im Nachschuss Ali Ismail (15.) die Doppelchance auf die Führung für den FC Eintracht Northeim, der auf Neuzugang Hamudi Alawie verzichten musste, der sich im Abschlusstraining verletzt hat. Im Gegenzug setzte Lucas Duymelinck (17.) knapp den Ball über den Northeimer Kasten. In der Folge übernahm Northeim das Spiel und ging dann durch ein Traumtor von Finn König (25.) in den Winkel mit 1:0 in Front. Vorausgegangen war ein starker Ballgewinn von Alexander Knopf. Glück hatten die Gäste als Ali Ismail sah, dass SSV-Keeper Aron Döhne zu weit vor dem Kasten stand. Ismails eigentlich verunglückter Versuch von der Mittellinie rutschte Döhne durch den Hosenträger, von da aus aber knapp am Tor vorbei. Noch vor dem Halbzeitpfiff hatte Northeim durch Ismail die nächste gute Chance um den zweiten Treffer nachzulegen. »Die erste Halbzeit ging natürlich klar an Northeim«, gab SSV-Coach Oliver Gremmes zu, der zur zweiten Halbzeit mit Justin Taubert, Malte Rode und Melvin Zimmermann ordentlich Qualität einwechselte.
Im zweiten Durchgang begann dann die Druckphase des SSV Nörten-Hardenberg, die die Gastgeber nicht mehr so wirklich aus der eigenen Hälfte rausließ, sich aber gegen die gut verteidigende Eintracht-Abwehr auch keine klare Torchancen herausspielen konnte. In der 55. Minute konnte SSV-Torjäger Duymelinck dann doch frei durchkommen, scheiterte aber im 1 vs. 1 an Eintracht-Keeper Tim Tautermann. Direkt in der nächsten Szene hatte Northeim extrem Glück das Nörten keinen Elfmeter bekommen hat: Northeims Torschütze König kam im eigenen Strafraum gegen Melvin Zimmermann zu spät, doch der Schiedsrichter zeigte nicht auf den Punkt.
Nach chancenarmen weiteren zehn Minuten profitierte Northeim von einem Torwartfehler. Nach einem Rückpass nahm SSV-Keeper Döhne den Ball unsauber mit und wurde von Darius Strode gestört. Dessen Torabschluss kam über Umwege zu Raoul Fricke (68.) der zum 2:0 für die Eintracht erhöhen konnte. Mit dem 2-Tore-Rückstand ging SSV-Coach Oliver Gremmes dann volles Risiko und brachte mit Nils Hillemann die fünfte Offensivkraft (neben Rode, Duymelinck, Taubert und Zimmermann) und löste die Doppelsechs auf.
Die Schlussviertelstunde sollte es in sich haben: Zunächst ließ Julen Mediavilla eine gute Chance auf den dritten Treffer liegen. Auf der anderen Seite zeigte Melvin Zimmermann seine individuelle Klasse, ließ zwei Gegenspieler stehen und zirkelte den Ball vom Strafraumeck in den Winkel (78.). Eintracht-Coach Philipp Weißenborn brachte kurz zuvor mit Dustin Hoffmann einen Konterstürmer, der dann die Entscheidung gleich drei Mal auf dem Fuß hatte. Zunächst scheiterte Hoffmann an Döhne, der Nachschuss ging zwar am SSV-Keeper vorbei, doch Christian Horst (82.) rettete auf der Linie. Auch der nächste Angriff lief über Hoffmann (85.) der frei vor Döhne auftauchte, dann aber der Ball versprang. Nach einer Flanke von Silvan Steinhoff gewann Zimmermann (87.) das Kopfballduell gegen Ruwen Maaß und setzte den Ball über Tautermann hinweg in den Northeimer Kasten. 2:2!

Für viel Aufregung sorgte die Nachspielzeit: Darius Strode war frei durch, doch der Linienrichter hob die Fahne, zum Unmut der Northeimer Bank, die gesammelt beim Linienrichter auftauchten und die Emotionen hochkochten. Im Gegenzug versuchte Nörten noch auf Sieg zu spielen und hatte durch Justin Taubert (92./94.) noch zwei Halbchancen, die aber nicht für die größte Gefahr sorgten. »Dass wir so nochmal zurück kommen, das spricht für unsere Moral. Meiner Meinung nach ein gerechtes Remis«, so SSV-Coach Oliver Gremmes. Eintracht-Trainer Philipp Weißenborn ärgert sich über die zwei verlorenen Punkte: »Wenn wir das dritte Tor nachlegen, dann hätten wir auch gewonnen«, bemängelt Weißenborn die Chancenverwertung. »Momentan ist es leider so, wir betreiben viel Aufwand und belohnen uns aber nicht mit Toren. Das zählt nun mal im Fußball«, führt der Coach fort.

Vier Tore, acht gelbe Karten und keinen Sieger hatte das SNNE-Spiel-der-Woche zu bieten. Für Eintracht Northeim die nächste verpasste Chance den ersten Sieg des Jahres einzufahren. Der SSV Nörten kann dagegen mit dem Remis gut leben. Wie schon im Hinspiel (1:0 in der 89. Minute) machte Melvin Zimmermann den Unterschied gegen seinen Ex-Club aus und sorgte mit seinen späten Treffer dafür, dass die Eintracht drei Punkte weniger auf dem Konto in dieser Saison hat. Eine Bildergalerie vom Match folgt.
