Zur diesjährigen Arbeitstagung des Jugendausschusses des NFV-Kreises Northeim-Einbeck konnte dessen Vorsitzender Stephan Schamuhn kürzlich Vertreter von (fast) allen Vereinen bzw. Spielgemeinschaften, die am Jugendfußballspielbetrieb teilnehmen, in „Bartels Scheune“ in Deitersen begrüßen, lediglich ein Verein fehlte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen galt es dabei, die abgelaufene Serie nochmals zu betrachten, Ehrungen auszusprechen und final einen Ausblick auf die neue Spielzeit zu werfen.

Nach einer Gedenkminute für die kürzlich verstorbene ehemalige Ausschussvorsitzende Sabine Brieß sprach Henning Hartje als Kreisvorsitzender das erste Grußwort. Er dankte dem Kreis-Jugend-Ausschuss (KJA) für dessen gute Arbeit und auch Zusammenarbeit mit dem Kreisvorstand. Unerfreulich sei die erkennbare leider steigende Anzahl von „unschönen“ Vorfällen im Jugendbereich, die zu einem Anstieg der Fallabgaben an das Sportgericht geführt haben.

Petra Heidelberg-Heise bedankte sich danach für die Sportjugend im Kreissportbund Northeim-Einbeck zunächst für die Einladung und lobte den Einsatz und das Engagement der Ehrenamtlichen und wies auch auf Ehrungsmöglichkeiten auf Antrag der Vereine durch die Sportjugend/KSB hierfür hin.

Anschließend gab Stephan Schamuhn einen kurzen Situationsbericht ab. Insbesondere die rückläufigen Mannschaftszahlen in den ältesten Jahrgängen sind bedauerlich. Ferner blickte auch er mit Sorge auf die erkennbar steigende Anzahl von negativen Vorfällen zurück. Für die nächsten Arbeitstagungen bzw. den Jugendtag 2027, wo turnusgemäß wieder Wahlen anstehen, wünschte er sichzudem, dass vermehrt die Jugendtrainer von den Vereinen entsandt werden.

Michael Spormann ging in seiner Funktion als KJA-Rechtsreferent nachfolgend noch ausführlicher auf die ergangenen Verwaltungsentscheide in der vergangenen Saison ein. Aktuell mussten sogar 2 Pyro-Vorfälle geahndet werden. Für den urlausbedingt nicht anwesenden Vorsitzenden des Kreissportgerichts Manfred Peschke trug Michael Spormann zudem noch dessen schriftlichen Bericht, der ebenfalls auf die Steigerung von 300 % der Fälle im Jugendbereich einging, vor.

Als nächster Tagesordnungspunkt standen dann die Ehrungen an. Folgende Personen wurden mit der Jugendleiterehrennadel geehrt.

Bronze

  • Mathias Ahlswede (MTV Markoldendorf)
  • Patrick Doernte (Dasseler SC)
  • Norbert Eisner (SVG GW Bad Gandersheim)
  • Jeffery Hamman (SVG GW Bad Gandersheim)
  • Ben Hardies (SV 07 Moringen)
  • Andre Heise (TSV Lüthorst)
  • Moritz Hellmann (FC Lindau)
  • Bastian Hornig (SV SW Harriehausen)
  • Niklas Manshausen (TSV Gladebeck)
  • Jens Marten (Hardegser SV)
  • Oliver Meier (SG Altes Amt)
  • Michele Oppermann (SVG GW Bad Gandersheim)
  • Matthias Rieger (Dasseler SC)
  • Tom Schneider (SV Amelsen)
  • Benjamin Schnepel (SV Mackensen)
  • Malte Stockhusen (SG Altes Amt)
  • Patrick Umlauf (SG Denkershausen)
  • Kevin Vieweg (SG Denkershausen)
  • Yannic Winkler (SVG GW Bad Gandersheim)
  • Martin Zarnitz (SVG GW Bad Gandersheim)

Silber

  • Steve Jochheim (SSG Bishausen)
  • Sven Rupp (FC Auetal)

Gold

  • Dennis Brieß (TSV Hohnstedt)
  • Timo Kreutzburg (SSV Nörten-Hardenberg)
  • Martin Langner (SV 07 Moringen)

Eine besondere Ehrung nahm Petra Heidelberg-Heise vor, die Stephan Schamuhn für insgesamt 17 Jahre im KJA, dabei insbesondere jetzt 10 Jahre als Vorsitzender im Namen der Sportjugend Niedersachsen auszeichnete.

Michael Spormann überreicht danach als Pokalspielleiter„Prämienumschläge“ aus dem Junioren-KSN-Pokalspielbereich 2025/2026 an die Final- und Halbfinalteilnehmer. Dabei dankte er nochmals der KSN für die finanzielle Unterstützung der Pokalwettbewerbe, wie auch dem FC Lindau, der in diesem Jahr alle drei Endspiele ausgerichtet hat. Stephan Schamuhn ergänzte hierzu, dass dank eines „stillen Sponsors“ erneut freier Eintritt zu allen drei Endspielen gewährt werden konnte.  Final wurden dann Kreismeister bzw. Staffelsieger der letzten Serie nochmals geehrt.

Danach stellte KJA-Mitglied Jan Eddigehausen die vorliegenden Mannschaftsmeldungen vor. Festgehalten wurde dazu, dass die Zahlen durchaus optimistisch in die „ferner“ Zukunft blicken lassen, allerdings für die nächste Spielzeit rein auf die Kreisebene betrachtet doch Sorgenfalten hervorrufen. Während es bei den jüngeren Altersklassen steigende Mannschaftszahlen gibt, sind es zur Serie 26/27 nur noch 3 A-Jugend-Teams, die auf Kreisebene spielen (4 weitere spielen auf Bezirksebene). In der B-Jugend sind es nur noch 6Mannschaften (zzgl. 3 höherklassige Teams) und in der C-Jugend immerhin jetzt 14 Teams, was einen leichten Anstieg auf Kreisebene bedeutet (zudem noch 3 Teams im Bezirk).

Erstmalig wird es daher zur neuen Serie keine eigene A-Jugend-Kreisstaffel mehr im NFV-Kreis Northeim-Einbeck geben.  Vielmehr wird die JSG Weper dann im Kreis Göttingen-Osterode mitspielen, während die zwei A-Jugendmannschaften der SVG GW Bad Gandersheim im benachbarten Kreis Hildesheim-Holzminden spielen werden. Für den nunmehr auch zur Halbserie möglichen Aufstieg in die Bezirksliga wird es zu gegebener Zeit ein Entscheidungsspiel geben.

In allen anderen Altersklassen wird es aber auch in der nächsten Saison eigene Kreisstaffeln geben, wozu der KJA dann weitere Informationen vorstellte. Einen größeren Rahmen nahmen dabei die Mitteilungen zu den untersten Altersklassen ein, wo das Spielmodell „Kinderfußball“ angewandt wird.

Kurz vor dem Ende der Versammlung wandte sich der anwesende Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Lenard Stichnoth noch an die Anwesenden. Neben dem Blick aus Schiedsrichter-Sicht auf die abgelaufene Serie und dem Apell an alle Vereine, die Unparteiischen verstärkt zu unterstützen, dabei auch für neue Schiedsrichter zu werben, stellte Stichnoth zudem die zur neuen Serie geltenden Regeländerungen vor. Hierzu ergänzte Stephan Schamuhn, dass die Zeitstrafe künftig im Jugendfußball nicht mehr angewandt werden kann/darf. Vielmehr gibt es dann auch dort die Gelb-Rote Karte, die im Jugendbereich allerdings keine Sperre für das nächste Spiel nach sich ziehen wird.

Fotos/Text: NFV Kreis