Einen besseren ersten Spieltag kann es in der Bezirksliga wohl kaum geben: Aufsteiger SVG Einbeck hat den Absteiger FC Sülbeck/Immensen im August-Wenzel-Stadion zu Gast. Zudem eröffnet die SG Denkershausen heute bereits in Holtensen die Liga, der SSV Nörten hat den Titelfavoriten Sparta Göttingen zu Gast.

TSV Holtensen – SG Denkershausen
Die SG Denkershausen darf am Freitagabend auf der Holtenser Sportwoche die Bezirksliga eröffnen und strebt beim Aufsteiger direkt drei Punkte an. »Personell sieht es bei uns gut aus. Wir reisen mit einem 18er-Kader nach Holtensen und wollen natürlich versuchen, das Spiel in Holtensen zu gewinnen«, so SG-Trainer Tobias Mann. Beide Teams sind in der ersten Runde des Bezirkspokals rausgeflogen. Zuletzt trafen die Teams vor rund einem Jahr in einem Testspiel aufeinander. Beim Debüt vom Denkershäuser Trainer siegte die SG in einer torreichen Begegnung mit 4:3.

SVG Einbeck – FC Sülbeck/Immensen
Nahezu parallel erlebten die beiden Mannschaften am vergangenen Sonntag eine Achterbahn der Gefühle. Während Sülbecks Felix Hahne in der Nachspielzeit den FC ins Elfmeterschießen rettete, das am Ende gewonnen werden konnte, kassierte die SVG Einbeck den Last-Minute-Gegentreffer gegen den SCW Göttingen im Bezirkspokal und verlor das Spiel als bessere Mannschaft unverdient. Somit konnte Sülbeck ein positives Ergebnis aus einem schwachen Auftritt ziehen, die Einbecker dagegen aus einer guten Vorstellung eine knappe Niederlage. Ob das am Ende einen Einfluss auf den Ligastart hat, bleibt abzuwarten. »Der Sieg tat der Truppe gut. Es ist immer wichtig mit einem guten Gefühl in die Saison zu starten, wissen aber auch, dass wir noch Luft nach oben haben. Wir haben die Vorbereitung aber genutzt und sind körperlich in einer guten Verfassung«, so FC-Co-Trainer Marcel Rohra, der die langfristigen Ausfälle von Jan-Niklas Grunert und Jonas von Ohlen bedauert. Zudem wird Marcy Grunert fehlen: »Aber das können wir jetzt auch nicht mehr ändern. Wir werden mit einem vernünftigen Kader in Einbeck antreten und hoffen natürlich, dass wir positiv in die Bezirksliga auf einem hoffentlich gut zu bespielenden Platz starten werden. Dann auch noch in Einbeck, da gibt es auch nichts schöneres«, so Rohra weiter. Bereits in der Vorbereitung sind die beiden Teams aufeinander getroffen, wo sich der FC Sülbeck/Immensen mit 3:1 durchsetzen konnte. »Wir können das Ergebnis aber richtig einordnen. Sowohl bei Einbeck als auch bei uns haben viele Leute gefehlt. Das Testspiel hat keine Aussagekraft«. berichtet Rohra. Nach der bitteren Pokalniederlage, wo die SVG Einbeck gerade in der zweiten Halbzeit einen guten Auftritt hinlegte und mehrere Großchancen liegen ließ, ist man in der Bierstadt gewillt mit drei Punkten gegen den Rivalen aus der Nachbarschaft zu starten. »Sülbeck ist für mich Favorit. Sie haben jahrelang Bezirksliga gespielt, haben ein Jahr Landesliga mitgemacht und aus dem Grund sind sie favorisiert. Wir freuen uns sehr auf das Duell, sind hochmotiviert und wir wollen das Spiel dennoch unbedingt gewinnen«, so SVG-Coach Amir Avmedovski, der auf sehr viele Zuschauer hofft. »Das Stadion soll mal wieder richtig voll werden«, so der neue SVG-Trainer, der am Sonntag sein erstes Bezirksligaspiel an der Seitenlinie coachen wird. Vielleicht wird im Derby dann auch wieder Torjäger Dustin Hoffmann wieder mit dabei sein. Hoffmann, der 42 Tore im vergangenen Kreisligajahr erzielen konnte, hätte den Bierstädtern mit seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen in der vergangenen Woche gut getan.

SSV Nörten-Hardenberg – Sparta Göttingen
Die Gäste von Sparta haben gut aufgerüstet und zählen zu den Titelfavoriten in der Bezirksliga. »Da kommt ein richtig harter Brocken auf uns zu, die sich mit Landesligaspielern verstärkt haben. Wir wollen die Stimmung aus dem Pokalspiel mitnehmen, haben eine gute Trainingsbeteiligung und die Jungs ziehen sehr gut mit. Leider fehlen am Sonntag ein paar Spieler«, so Trainer Yusuf Beyazit, der auf Lucas Duymelinck, Dustin Brendel, Aleksander Lasek und Tobias Stief verzichten. Zudem kränkelt Neuzugang Tarkan Tahiri etwas rum. »Wir können es aber nicht ändern und spielen mit den Leuten, die uns zur Verfügung stehen. Wir werden im Vergleich zu Vorbereitungsspielen auch etwas anders auftreten«, führt Beyazit fort. »Auch wenn ein paar Spieler fehlen, spielen wir zu Hause und wollen natürlich was Zählbares mitnehmen«.