Bei strahlendem Sonnenschein und besten äußeren Bedingungen gingen die Paddelquäler vom Drachenbootverein Northeim e.V. am 11. Juli 2026 bei der 6. Nordhessischen Meisterschaft im Drachenboot des SV Blau-Weiß 1983 Werbetal an den Start.  

Im ersten Rennen wurde deutlich, dass Theorie und Praxis oft weit auseinanderliegen. Der Start entwickelte sich für die Paddelquäler zur ersten Herausforderung. Der Starter startete das Rennen ungewöhnlich schnell, während das Boot noch nicht optimal ausgerichtet war. Zusätzlich stellte das Wasser im Vorstaubecken die Mannschaft vor ungewohnte Bedingungen. Das Wasser war deutlich flacher als das heimische Trainingsgewässer, was das Rennen noch zusätzlich erschwerte. Trotz dieser Startprobleme erreichten die Paddelquäler eine Zeit von 57,53 Sekunden, ein Ergebnis, das zunächst solide wirkte.

Erst im Vergleich mit den nachfolgenden Rennen der Konkurrenz wurde klar, dass diese Zeit nicht für eine Spitzenplatzierung ausreichen würde. Umso größer war der Druck vor dem zweiten Vorlauf. Doch diesmal zeigte das Team, was in ihm steckt. Der Start gelang deutlich besser, der Takt im Boot war präzise und gleichmäßig. Schlag für Schlag arbeiteten sich die Paddelquäler nach vorne und verbesserten ihre Zeit auf starke 56,71 Sekunden. 

Mit dieser Leistung sicherten sich die Northeimer den Einzug ins Finale, in dem es um Platz drei und vier ging. Für die Paddelquäler war klar, den Sprung aufs Treppchen wollten sie sich nicht nehmen lassen. Entsprechend fokussiert ging das Team ins entscheidende Rennen. 

Im Finale stimmte dann alles. Der Start gelang nahezu perfekt, das Boot glitt kraftvoll über das Wasser und die Mannschaft präsentierte sich als geschlossene Einheit. Jeder Paddelschlag saß, der Takt war konstant. In einem spannenden Duell setzten sich die Paddelquäler mit einer Zeit von 54,66 Sekunden schließlich gegen die Mannschaft der Bundeswehr 55,19 Sekunden durch.  Der verdiente Lohn, Platz drei. Mit dieser starken Leistung bewiesen die Paddelquäler einmal mehr ihren Teamgeist und ihre Wettkampfstärke auch unter schwierigen Bedingungen.

Foto/Text: Drachenbootverein