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Mit dem Start in die neue Saison müssen sich Spieler, Trainer und Schiedsrichter auch im Amateurfußball auf einige wichtige Änderungen im Fußballregelwerk einstellen. Ab dem 1. Juli treten mehrere neue Vorgaben des International Football Association Board (IFAB) in Kraft. Ziel der Regelhüter ist es, die effektive Spielzeit zu erhöhen, Verzögerungen zu reduzieren und das Spiel insgesamt schneller und flüssiger zu machen.
Auch im Fußballkreis Northeim-Einbeck werden die Neuerungen künftig deutlich spürbar sein. Besonders bei Auswechslungen, Verletzungsunterbrechungen und Standardsituationen kommen neue Zeitvorgaben auf die Mannschaften zu.
Auswechslungen müssen schneller erfolgen
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft die Wechselvorgänge. Spieler, die ausgewechselt werden, müssen das Spielfeld künftig innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Wird diese Zeit überschritten, darf der eingewechselte Spieler erst bei der nächsten Unterbrechung ins Spiel kommen – und frühestens nach einer zusätzlichen Wartezeit von einer Minute. Gerade in engen Spielen kann eine verspätete Auswechslung dadurch einen taktischen Nachteil für die betroffene Mannschaft bedeuten. Bei mehreren gleichzeitigen Wechseln gilt die Zeitvorgabe für alle Spieler. Verzögert also nur ein Akteur den Vorgang, wirkt sich dies auf die komplette Auswechslung aus.
Verletzte Spieler müssen eine Minute draußen bleiben
Auch bei Verletzungsunterbrechungen gibt es eine neue Regelung. Spieler, die auf dem Feld behandelt werden, müssen nach der Behandlung für eine Minute außerhalb des Spielfeldes bleiben. Von dieser Vorgabe ausgenommen sind Torhüter sowie Situationen, in denen der Schiedsrichter eine persönliche Strafe ausspricht. Nach Ablauf der Minute darf der Spieler wieder zurückkehren – auch während des laufenden Spiels über die Seitenlinie. Damit soll verhindert werden, dass Verletzungsunterbrechungen gezielt genutzt werden, um den Spielfluss zu unterbrechen oder Zeit von der Uhr zu nehmen.
Fünf-Sekunden-Regel bei Einwürfen und Abstößen
Auch bei Standardsituationen wird der Kampf gegen Zeitspiel verschärft. Schiedsrichter erhalten künftig die Möglichkeit, bei Verzögerungen einen sichtbaren Fünf-Sekunden-Countdown zu starten. Beim Einwurf gilt: Wird der Ball nach Aufforderung nicht innerhalb dieser Zeit ins Spiel gebracht, erhält die gegnerische Mannschaft den Ball. Noch härter sind die Folgen beim Abstoß: Wird der Ball nach Aufforderung nicht rechtzeitig ausgeführt, bekommt der Gegner künftig einen Eckstoß zugesprochen.
Torhüter weiterhin unter Zeitdruck
Die bereits bestehende Regel für Torhüter bleibt bestehen. Sie dürfen den Ball weiterhin maximal acht Sekunden kontrollieren. Überschreitet der Torwart diese Zeit, erhält die gegnerische Mannschaft einen Eckstoß. Damit soll verhindert werden, dass Torhüter durch langes Halten des Balles den Spielfluss bewusst verlangsamen.
Mehr Dynamik auf den Fußballplätzen
Mit den neuen Regeln setzt das IFAB ein klares Zeichen gegen Zeitspiel und unnötige Verzögerungen. Der Fußball soll schneller, attraktiver und fairer werden. Für Spieler und Trainer bedeutet das, Abläufe besser zu organisieren und sich schneller auf Spielsituationen einzustellen. Auch die Schiedsrichter stehen vor der Aufgabe, die neuen Vorgaben konsequent umzusetzen. Ab dem 1. Juli wird sich zeigen, wie schnell sich die Mannschaften an die neuen Bedingungen gewöhnen – fest steht aber schon jetzt: Auf den Fußballplätzen wird künftig weniger gewartet und mehr gespielt. Zumindest ist das auch für unseren Fußballkreis der Plan.
