Erst der Spielausfall gegen den FC Eintracht Northeim, dann das spielfreie Oster-Wochenende - das letzte Pflichtspiel liegt am Sonntag bereits drei Wochen für den FC Sülbeck/Immensen zurück, der mit Abstand die wenigsten Partien in der Landesliga ausgetragen hat.

Während einige Teams sogar schon 22 Spiele ausgetragen haben, steht der FC noch bei 18 Partien. Am Sonntag ist man um 15 Uhr am Sandweg bei der SVG Göttingen zum Derby zu Gast und unternimmt den 19. Versuch auf den ersten Sieg. 

Im Hinspiel unterlag der FC Sülbeck/Immensen im strömenden Regen mit 0:2 und war dabei auf einen abgezockten Gegner getroffen, der trotz vieler junger Spieler seine Klasse unter Beweis stellen konnte. »Wir haben die lange Pause genutzt, haben gut trainiert und die angeschlagenen Spieler sind zurück. Wir reisen mit einem richtig guten Kader nach Göttingen und versuchen dort zu punkten. Wir wollen uns nicht verstecken und haben als Schlusslicht auch nichts zu verlieren«, berichtet Co-Trainer Marcel Rohra über das Duell bei der SVG Göttingen. 

Trotz der guten Position (7.Platz) in der Tabelle herrscht bei der SVG Göttingen reichlich Chaos in den vergangenen Monaten. Trainer Nils Reutter tritt im Sommer zurück und bemängelte dabei vor allem, dass sich nicht an Versprechen vom Vorstand gehalten wurde. Unter anderem kritisierte der scheidende Coach die schwierigen Trainingsbedingungen oder auch, dass es der Verein es nicht auf die Reihe bekommt, einheitliche Kleidung heranzuschaffen. Da sich ehrenamtlich kaum noch bei der SVG aus Göttingen engagiert wird, bleiben die meisten Aufgaben an Thorsten Tunkel, das Gesicht der SVG Göttingen, hängen. Der derzeitige zweite Vorsitzende und Sportchef legt sein Amt nach 27 Jahren am Sandweg nieder. Dabei bemängelte Tunkel auch fehlende Unterstützung im Verein und zieht sich nach langjähriger Amtszeit im kommenden Jahr zurück. Tunkel will der SVG zwar noch in anderer Rolle erhalten bleiben, aber nicht mehr als Hauptverantwortlicher agieren. Ein Rückzug aus der Landesliga wurde vor einigen Monaten zwar diskutiert, steht aber nicht mehr zur Debatte.