Die Kontrahenten boten sich ein Spitzenspiel, was alles zu bieten hatte, was das Fußballherz begehrt. Ein später Ausgleichstreffer zum 2:2, zwei Platzverweise und leider auch ein schwerwiegender Fehler des Schiedsrichters.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten die Einbeck die Spielkontrolle übernehmen und dominierten fortan die Partie. Nach einem Freistoß setzte SVG-Stürmer Dustin Hoffmann (24.) den Ball per Kopf an den Pfosten. Nur wenige Minuten später war Noah Reinert (27.) frei durch, lupfte den Ball über den TSV-Keeper Danny Cohrs und Sudheims Florian Ternes klärte den Ball noch in höchster Not auf der Linie. Während Sudheim gar nicht ins Spiel kam, drückte Einbeck auf den Führungstreffer. Dabei konnte sich SVG-Kapitän Johannes Schier gegen gleich mehrere Gegenspieler durchsetzen, auf Seydi Erbek ablegen, der nur wenig Probleme hatte, den Führungstreffer (37.) für die Bierstädter zu erzielen. Noch vor der Halbzeit tauchte Dustin Hoffmann (44.) erneut frei vor dem TSV-Schlussmann auf, scheiterte aber an ihm. Etwas aus dem Nichts erzielte Kevin Höß (45.) noch vor dem Halbzeitpfiff den schmeichelhaften Ausgleich für die Sudheimer.

Nach dem Seitenwechsel gab Einbeck erneut den Ton an und ließ durch Valentin Krüger (46.) die nächste gute Torchance liegen. Besser machte es dann aber Dustin Hoffmann, der aus 20 Metern sehenswert ins lange Eck zur erneuten SVG-Führung traf. In der Folge plätscherte das Spiel auf einem holprigen Geläuf vor sich hin. Die Gäste aus Sudheim gerieten dann aber durch die Platzverweise von Venis Sinani (68./gelb-rot) und Mohamad Cheiko (69./rot) in doppelte Unterzahl. Kurioserweise drehte sich dann aber die Partie, obwohl die Einbecker fortan in doppelter Überzahl agierten. Während der TSV Sudheim eine tolle Moral zeigte, stellte Einbeck das Spielen ein und schaffte es kaum noch zur Entlastung zu kommen. Wenn die Einbecker dann doch gute Konterchancen hatten, wurden diese leichtfertig weggeschenkt.

Sudheim Venis Sinani (Nr. 8) kommt in dieser Situation zu spät und flog nach dem Foul an Noah Reinert mit gelb/rot vom Platz.

Schiedsrichter macht schwerwiegenden Regelfehler

Anschließend wurde es bitter für die Gäste: In der 79. Minute entschied Schiedsrichter Stephan Schamuhn (Lauenberg) auf Elfmeter für Sudheim. Hamudi Alawie trat an, traf souverän vom Punkt zum umjubelten Ausgleich. Doch Schamuhn gab den Treffer nicht, sondern entschied auf indirekten Freistoß für Einbeck, da einige Sudheimer zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Wie sich herausstellte, ein Fehler vom sonst gut leitenden Schiedsrichter, der sich bei der Regelauslegung vertan hat und nach dem Spiel untröstlich war. Eigentlich hätte der Elfmeter wiederholt werden müssen. Hätte Sudheims Alawie den Elfmeter verschossen, wäre ein indirekten Freistoß regeltechnisch in Ordnung gewesen.

Trotz der doppelten Unterzahl und der Regelauslegung, die auf Unverständnis gestoßen ist, bewiesen die Gäste wahnsinnige Moral und glaubten weiter daran noch den Ausgleich zu schaffen. Während Einbeck weitere Konterchancen liegen ließ, kam es, wie es kommen musste: Nach einem Eckball traf Dimitrios Behrens (90.+5) aus dem Gewühl heraus zum umjubelten und am Ende nicht unverdienten Ausgleich. Nur eine Minute später wurde nochmal ein TSV-Freistoß gefährlich und Alawie verpasste nur knapp den Siegtreffer für die Gäste. Ein herber Rückschlag für die Einbeck, die über 20 Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Platz waren und dennoch den Ausgleich kassiert haben.

Foto: Isabell Kramer

Die weiteren Spielberichte aus der Kreisliga folgen später.