Der FC Eintracht Northeim und die SVG Göttingen trennen sich vor traurigen 187 (zahlenden) Zuschauern mit einem 1:1-Unentschieden. Dabei zeigten die Teams zwei unterschiedliche Halbzeiten.

Bereits früh im Duell forderte die Eintracht einen Foulelfmeter: „Ich finde das war schon ein Elfer. Ich kann aber auch verstehen, dass er in so einem Spiel in der ersten Aktion nicht auf den Punkt zeigt“, so Eintracht-Trainer Philipp Weißenborn. Während die Gäste nach einem Eckball per Kopf die erste Halbchance hatten, spielten die Northeimer einen Angriff Klasse aus und gingen durch Dustin Braun (21.), der per Abstauber zur Stelle war, mit 1:0 in Führung. Auch in der Folge war Northeim präsenter in den Zweikämpfen und verdiente sich den knappen Vorsprung.

Schall entgeht Platzverweis

Großes Glück hatte dann die Eintracht nur ein paar Minuten nach der Führung. Bei einem Einwurf hatte SVG-Trainer Nils Reutter den Ball am Fuß und wurde ohne Grund von Eintracht-Verteidiger Michael Schall (26.) umgeschubst. Der Schubser, der dazu führte, dass der Coach zu Boden ging, löste eine Rudelbildung aus. Daraufhin revanchierte sich ein SVG-Ersatzspieler mit einem Schubser an Schall. Zur Überraschung zeigte der Schiedsrichter Schall und Trainer Reutter die gelbe Karte und Ersatzspieler Jan Hooge, der aber nicht der Spieler war, der geschubst hat, die rote Karte. „Da haben wir großes Glück gehabt. Völlig unnötige Aktion. Das haben wir in der Kabine besprochen“, erklärt Eintracht-Trainer Philipp Weißenborn die Szene. Als sich die Situation aufgelöst hat, verpasste Dustin Braun freistehend den Treffer zum 2:0. Mit einer knappen Führung ging es in die Halbzeit.

Eintracht kann erste Hälfte nicht bestätigen

Auch wenn die SVG Göttingen nicht soviel im Vergleich zur ersten Hälfte verändert hat und einfach nur früher angelaufen ist, wendete sich das Blatt und die Göttinger bekamen mehr Zugriff in den Zweikämpfen und nutzten dabei ihre körperliche Überlegenheit in den 50/50-Situationen. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff bestraften die Gäste einen Aufbaufehler von Tadej Semenic und trafen durch Maximilian Werner zum Ausgleich. In der Folge hatte das Reutter-Team ein wenig mehr von der Partie und ließ durch Christoph Bartels eine Großchance per Kopf liegen. Mit dem Northeimer Dreifachwechsel nach rund 60 Minuten fand die Eintracht wieder besser in die Partie und verzeichnete wieder Chancen, die der Ex-Northeimer Jannik Strüber aber vereiteln konnte. „Wir haben es in der zweiten Hälfte nicht so gut gemacht, wie noch im ersten Durchgang. Ich bin mit dem Ergebnis ok und ich denke beide können damit gut leben“, bewertet Weißenborn das Remis.

Der eingewechselte Lukas Runge (rechts) im Zweikampf mit SVG-Verteidiger Christoph Bartels.

Ähnlich sah der SVG-Torwart Jannik Strüber das Spiel: „Wir haben im ersten Durchgang nur reagiert statt agiert und in der zweiten Hälfte war es dann bei Northeim so. Ich fande es auf beiden Seiten etwas planlos. Man merkt schon sehr, dass Abläufe nicht stimmen und Kommandos fehlen. Auf beiden Seiten hat das glaube ich den Ausschlag geben, dass sich wieder so ein Spiel entwickelt hat, wie im Hinspiel. Es war Feuer drin aber besonders ansehnlich war das Spiel nicht“.