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Mit einem feierlichen Ehrenamtstag hat der Fußballkreis Northeim-Einbeck sein 50-jähriges Bestehen am Freitagabend in Schoningen gewürdigt. Kreisvorsitzender Henning Hartje stellte den Abend unter das Motto »Geschichte, Dankbarkeit und Zukunft« - und rückte dabei vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die den Amateurfußball seit Jahrzehnten tragen.
Begrüßen konnte der NFV-Kreisvorsitzende Henning Hartje die Landrätin Frau Astrid Klinkert-Kittel, den Vorsitzenden des Kreissportbundes Northeim-Einbeck Heinz-Willi Elter, aktive und ehemalige Mitwirkende im NFV-Kreis, darunter auch einige Ehrenmitglieder, die im späteren Verlauf noch besonders zu ehrenden diesjährigen Preisträger, Vertreter der Sponsoren und die beiden Ehrenvorsitzenden Gerhard Haupt und Bernd Anders. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Lauenberger Sollingmusikanten.
In seiner Festrede erinnerte Hartje an die Gründung des Fußballkreises am 31. Januar 1976 im Gasthaus Jägerhof in Fredelsloh. Die Fusion der damaligen Kreise Northeim und Einbeck sei keineswegs reibungslos verlaufen. Personelle Diskussionen überschatteten den Start, ehe mit Wolfgang Brocke als erstem Spielausschuss-Obmann der Grundstein für die gemeinsame Zukunft gelegt wurde. Der damalige Vorsitzende Willi Schlemme sprach von einem »Kaiserschnitt« – ein Bild, das die schwierige, aber erfolgreiche Geburt des neuen Fußballkreises treffend beschreibe.
Hartje würdigte die Vorsitzenden und Verantwortlichen der vergangenen fünf Jahrzehnte, die Gebietsreformen, Strukturveränderungen, demografischen Wandel und die fortschreitende Digitalisierung bewältigt haben. Vom handgeschriebenen Spielberichtsbogen bis zum DFBnet habe sich vieles verändert – das Fundament sei jedoch gleich geblieben: das Ehrenamt.
»Die Geschichte unseres Kreises ist nicht in Protokollen geschrieben, sondern auf Rasenplätzen, in Vereinsheimen und in den Autos unserer Schiedsrichter«, betonte Hartje. Fußball sei im Amateurbereich weit mehr als Sport – er vermittle Werte wie Respekt, Fairness und Zusammenhalt und sei für viele Menschen soziale Heimat.
Im zweiten Teil des Abends standen genau jene Persönlichkeiten im Fokus, die dieses Fundament bilden. Zum Ehrenamtssieger wurde Dietmar Ost vom TSV Germania Hohnstedt ausgezeichnet. Seit 1986 war er 39 Jahre als Schiedsrichter aktiv, engagierte sich als Pate für den Nachwuchs und übernahm auch im Verein Verantwortung – unter anderem als zweiter Vorsitzender und Jugendtrainer.
Als Fußballheldin ehrte der Kreis Jaqueline von Dammann vom JFV Leinepolder. Die engagierte Jugendtrainerin gründete eine eigene D-Mädchenmannschaft und setzt sich mit großer Leidenschaft für den Mädchenfußball ein – parallel zu ihrer aktiven Laufbahn beim TSV Vogelbeck. Die Auszeichnung »stiller Star« erhielten Dirk Meier (TSV Bollensen), Herbert Fuchs (TSV Hollenstedt) und Andreas Henrici (TSV Heisebeck). Sie stehen exemplarisch für jahrzehntelange Vereinstreue, handwerklichen Einsatz, organisatorische Verantwortung und unermüdliche Präsenz auf und neben dem Platz. Im Rahmen der Aktion »Danke Schiri« wurden zudem Marcel Schieffer und René Bobé für ihr langjähriges Engagement und ihre intensive Nachwuchsförderung im Schiedsrichterwesen gewürdigt.
Zum Abschluss machte Hartje deutlich, dass das Jubiläum kein Schlusspunkt sei, sondern ein Auftrag. Nachwuchsgewinnung, die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf sowie gesellschaftliche Veränderungen stellten neue Herausforderungen dar. »Wenn wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu leben, wird dieses Kind von 1976 auch in Zukunft kraftvoll bleiben«, so der Vorsitzende. Ein Abend, der eindrucksvoll zeigte: Der Fußballkreis Northeim-Einbeck lebt von Menschen für Menschen – seit 50 Jahren.
