Die SG Denkershausen/Lagershausen konnte das Frauen-Hallenmasters 2026 mit einem 1:0-Finalsieg über den FC Weser erneut gewinnen und ihren Titel verteidigen. Dabei kassierte der Landesligist kein einziges Gegentor.

Für aufmerksame Zuschauer war es ein echtes Déjà-vu-Erlebnis: Denn im Vorjahr gab es genau das gleiche Finale mit dem gleichen Ergebnis. Auch diesmal setzte sich die SG Denkershausen knapp gegen den FC Weser durch. 40 Sekunden vor dem Ende traf Jana Hettling per Kopf zum Turniersieg für den Landesligisten, der seiner Favoritenrolle gerecht werden konnte.

Zuvor marschierten die Denkershäuserinnen durch die Gruppe A und konnten mit 17:0-Toren und neun Punkten ihre Gruppe dominieren. Der FC Hettensen/Ellierode und der PSV Kreiensen zogen außerdem ins Viertelfinale ein. Enttäuschend trat die SSG Bishausen auf, die punkt- und torlos ausschieden. In der Vorrundengruppe B wurde der TSV Gladebeck seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich ebenfalls mit neun Punkten den Gruppensieg sichern. Mit jeweils vier Zählern zog die SG Harzhorn und auch der TSV Dassensen ins Viertelfinale ein. In der Gruppe C dominierten die Abwehrreihen des FC Weser und des TSV Vogelbeck, die beide in der Gruppe ohne Gegentor blieben und mit einem Torverhältnis mit 4:0 den Gruppensieg im 9-Meter-Schießen ausschießen mussten. Dort behielt der FC Weser die besseren Nerven. Die SG Denkershausen II verpasste knapp mit drei Punkten den Einzug in das Viertelfinale. Uslar schied dagegen punktlos aus.

In der K.O.-Runde ließ der FC Weser den TSV Dassensen (2:0) und der TSV Gladebeck den PSV Kreiensen (3:0) ohne Chance und zogen ins Halbfinale ein. Der TSV Vogelbeck konnte der SG Denkershausen nach zehn gespielten Minuten ein torloses Remis abringen, so dass die Entscheidung im 9-Meter-Schießen her musste. Dort avancierte SG-Keeperin Dunja Witt zur Matchwinnerin, die gleich zwei 9-Meter halten konnte. Elena Müller und Sarah Bode trafen für Denkershausen zum Weiterkommen. Im letzten Viertelfinale behielt die SG Harzhorn knapp die Oberhand.

Das erste Halbfinale entschied die SG Denkershausen mit 3:0 deutlich gegen die SG Harzhorn für sich und sicherte sich den Finaleinzug. Im zweiten Halbfinale kam ordentlich Spannung auf: Nach der Weser-Führung, glich der TSV Gladebeck zum 1:1 aus. Noch während der regulären Spielzeit hatte der TSV Gladebeck Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung und wurde dabei um die 100 prozentige Torchance zum möglichen 2:1 gebracht. So ging das Duell ins 9-Meter-Schießen, das von den beiden starken Torhüterinnen bestimmt wurde. Neun (!) der zehn Schützinnen verschossen, so dass lediglich der FC Weser den erlösenden Treffer erzielen konnte.

Im Spiel um Platz 3 ging das Nervenflattern beim TSV Gladebeck weiter, so dass auch das Duell gegen die SG Harzhorn im 9-Meter-Schießen verloren ging. Im Finale tasteten sich die beiden Teams ab. Denkershausen hatte zwar mehr vom Spiel, kam aber nicht wirklich dazu, sich richtig große Torchancen herauszuspielen. Erst 40 Sekunden vor Schluss konnte Jana Hettling per Kopf das Bollwerk um FC-Torfrau Annalena Diedrich durchbrechen und den umjubelten Siegtreffer (bei Instagram abrufbar) erzielen.

Bei der anschließenden Siegerehrung wurde Annalena Diedrich (FC Weser) als beste Torhüterin, Sarah Bode als beste Spielerin und Celina Koschnitzke (beide SG Denkershausen) als beste Torschützin (8 Treffer) ausgezeichnet.

Sonderauszeichnungen (von links): Sarah Bode, Annalena Diedrich, Celina Koschnitzke und Kristin Berger.

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