Freitagabend, 18.30 Uhr, Flutlicht: Der FC Sülbeck/Immensen tritt beim FC Eintracht Northeim auswärts auf Kunstrasen zu einem Pflichtspiel an. Was vor einigen Jahren noch weit entfernt gewesen ist, wird am Freitag Realität. Auch wenn die Ergebnisse in der Landesliga bisher nicht stimmen, darf man diese Entwicklung des FC Sülbeck/Immensen nicht außer Acht lassen.

Dennoch gehört auch zur Realität, dass die Landesliga für den Dorfverein eine Nummer zu groß erscheint. Sechs Niederlagen und 0:21-Tore – die Verunsicherung bei den Sülbecker Spielern, die so einen Negativlauf auch nicht kennen, machte sich in der vergangenen Woche deutlich bemerkbar. Dabei gelang keine einzige Offensivaktion gegen einen abgezockten, aber nicht übermächtigen Gegner von Vahdet Braunschweig. Die Northeimer kassierten in sechs Spielen erst vier Gegentore und stellen somit die beste Defensive der Liga. Ob dann wirklich der Knoten für den  FC Sülbeck/Immensen mit dem ersten Tor oder sogar der erste Punktgewinn platzt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Aber bekanntlich schreiben Derbys ihre eigenen Gesetze. »Wir wissen, dass wir der Außenseiter sein werden. Gerade nach dem knappen Sieg von Northeim letzte Woche gegen Kästorf werden sie gut drauf sein und motiviert in das Spiel gehen. Dennoch sind wir alle heiß aufs Derby und geben im Training mehr als 100 Prozent. Es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt ein Zeichen zu setzen und die drei Punkte aus Northeim mit nach Sülbeck zu nehmen. Wir werden alles auf dem Platz lassen und das Spiel zu unseren Gunsten ziehen. Also Freitagabend, Flutlichtspiel, Derby gegen den FC Eintracht Northeim, mehr braucht man dazu nicht sagen!«, hofft Torwartneuzugang Niklas Fischer auf die ersten Punkte.

Die Eintracht konnte zuletzt mit einem 1:0-Sieg gegen das Spitzenteam aus Kästorf und einem 6:1-Sieg über den SV Lengede ordentlich Selbstvertrauen sammeln und geht auch als haushoher Favorit ins Derby. »Ich gehe davon aus, dass Sülbeck wütend und gallig nach Northeim kommt«, sagt Eintracht-Coach Kevin Mundt, der eine Sülbecker Spieler-Vergangenheit hat. »Da müssen wir gewarnt sein. Es gibt keinen Grund sie zu unterschätzen und ich nehme jeden Spieler in die Pflicht das Derby so ernst zu nehmen, wie jedes andere Spiel auch oder sogar noch ein bisschen mehr«, führt Mundt fort, der taktisch mit einer Sülbecker Wundertüte rechnet. In der Tat hat Sülbeck verschiedene Formationen ausprobiert, um mehr Erfolg zu haben. Zuletzt agierte man defensiv wieder, wie im ersten Spiel gegen Göttingen 05, mit einer Fünferkette. Auch Northeim spielt in einem ähnlichen System. »Wenn wir die Konstanz der letzten Wochen auf den Platz bringen und unsere stabile Defensive weiterhin aufrechterhalten, dann werden wir das Spiel gewinnen. Gerade, weil unsere Offensivabteilung zuletzt ins Rollen gekommen ist und wir uns viele Torchancen herausspielten. Für mich ist es natürlich ein besonderes Spiel, deswegen erwarte ich auch einen Sieg«, führt Mundt fort, der auch ein Fazit zum Saisonstart zieht. »Wir haben uns richtig super reingearbeitet, haben Gas gegeben und haben nach einer schwierigen Vorbereitung den Hebel umlegen können. Tore schießen fiel uns am Anfang sehr schwer, aber da sind wir gerade auf einem guten Weg und entsprechend, wenn wir Selbstbewusstsein zeigen, sind wir echt schwer zu knacken. Das macht mich stolz und die Jungs sind auf einem richtig guten Weg«, so Mundt zum Abschluss..