Erleichterung im Gustav-Wegner-Stadion: Der FC Eintracht Northeim besiegt den SV Lengede hochverdient mit 6:1, musste aber erstmal vor 210 Zuschauern einen Rückstand hinterher laufen.

Die Eintracht begann stark und erspielte sich direkt in der Anfangsphase durch Dustin Braun und Thierry Patigo zwei Großchancen auf die Führung. Da diese ungenutzt blieben, ging dann Lengede aus Nichts (9.) in Führung. Der Rückschlag musste von den Northeimern erst einmal verdaut werden, so dass man zwar viel Ballbesitz hatte, aber die Durchschlagskraft vorerst fehlte. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff kassierte der bereits verwarnte Jannis Bornemann (Lengede) wohl einer der dümmsten Platzverweise der Fußballgeschichte. Trotz gelber Karte schoss der Gästespieler auf Höhe der Mittellinie den Ball bei einem Einwurf weg. Gelb/Rot war die Folge und ein Bärendienst für seine Mannschaft. Ein Brustlöser war dann die zwei Tore kurz vor der Halbzeit: Erst Thierry Patigo per Kopf, dann Till Becker per traumhaften Freistoß trafen zur 2:1-Halbzeitführung.

Nach Wiederanpfiff dominierte die Eintracht dann nach Belieben, verpasste aber lange den dritten Treffer nachzulegen. Als dieser dann duch Johann von Breitenbuch fiel, konnte Northeim dann durch Raphael Peinemann, Matteo Hoppe und Lennard Metje in die Höhe schrauben. „Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Die drei Punkte sind gut für das Selbstvertrauen, das wir damit aufbauen konnten. Die gelb/rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt“, freute Eintracht-Trainer Kevin Mundt über die ersten drei Ligapunkte.