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Mit 35 Prozent hat sich "ein Zuschauer pfeift ein Spiel zu Ende" in der Instagram-Abstimmung zum Ding der Woche durchgesetzt. Stephan Strüber aus Bilshausen verhinderte damit das ein Kreisliga-Spiel abgebrochen werden musste.

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Doch was war passiert? Schiedsrichter Hans-Peter Neusch zog sich eine Muskelverletzung in der 65. Minute zu und konnte die Partie nicht mehr weiterleiten. Beim Stand von 1:1 wurde nun eine Person gesucht, die die Partie zu Ende pfeifen würde. „Der Trainer des FC Lindau Robin Bilbeber kam vom Sportplatz auf uns zugelaufen, und erklärte, dass der Schiedsrichter das Spiel nicht mehr weiterleiten kann. Es wollte aber keiner der neben mir stehenden Zuschauer das Spiel weiterleiten. Ich sagte bevor es zum Abbruch kommt, mache ich das wenn beide Mannschaften damit einverstanden sind“, so der aus Bilshausen stammende Strüber, der mit seinem Einsatz einen Spielabbruch verhindert hat und eigentlich am Sonntag nur Fußball gucken wollte. „Wenn mein Heimatverein SV BW Bilshausen nicht spielt, schaue ich mir gerne andere Spiel in der Umgebung an, dazu gehört auch der FC Lindau“, erklärt Strüber, warum er vor Ort gewesen ist.
Strüber blickt auf über 50 Jahre Trainererfahrung im Herren- und Jugendbereich zurück: „Ich bin im Besitz bzw. ich war im Besitz der B-Lizenz Fußball, habe meine Lizenz in den letzten Jahren aber nicht verlängert“, sagt der 67-jährige, der außerdem Beisitzer im Sportgericht des NFV-Bezirk Braunschweig ist.
In den noch verbleibenden 25 Spielminuten hatte Strüber noch mehr zu tun als ihm eigentlich lieb war. „Der ausscheidende Schiedsrichter informierte mich über die Spielsituation, Spielzeit und gab mir seine Spielkarte“, erzählt Strüber. „Es gab noch einige knifflige Situationen“, führt der Aushilfsschiri fort. Zunächst entschied er in der 80. Minute auf Elfmeter für den FC Lindau. „Die Situation wurde von den Gandersheimer Spielern nicht groß diskutiert“. Den folgenden Strafstoß ließ Sven Riechel aber liegen, so dass es beim 1:1 blieb. In der Schlussminute reklamierten die Gäste dann einen Strafstoß für sich: „Ich muss dazu sagen, dass aus meiner Sicht klar der Ball zur Ecke gespielt wurde“, so Strüber. In der 93. Minute fiel dann noch der 2:1-Siegtreffer durch Basti Marx. Auf ihrer Instagramseite berichtet Bad Gandersheim von einer stark abseitsverdächtigen Position: „Zum 2:1 für Lindau kann ich sagen, dass es kein Abseitstor war, das war auch nicht Gegenstand, der nicht feindlichen Diskussionen mir gegenüber von Spielern aus Gandersheim. Als langjähriger Trainer kann ich verstehen, dass keine Mannschaft gerne in der 93 Minute verliert. Ich möchte noch mal betonen das trotz der unglücklichen Niederlage des Vereins GW Gandersheim, kein Spieler oder Funktionär des Gastverein mir gegenüber unsportlich war. Keine leichte Aufgabe, ich danke beiden Mannschaften für ihr faires Verhalten“, bedankt sich Strüber bei den Mannschaften, die sich trotz kniffliger Situation nicht über den überraschenden Schiedsrichter-Einsatz respektlos gegenüber Strüber verhalten haben. So soll es sein.
An dieser Stelle großes Dankeschön an Stephan Strüber, der mit seinem Einsatz verhindert hat, dass ein Kreisligaspiel abgebrochen werden musste. Großen Respekt und großes Lob für deinen Einsatz.
Foto: NFV-Bezirk Braunschweig
