Die Oberliga-Damen des FC Eintracht Northeim kassierten beim Regionalliga-Absteiger TSV Barmke eine verdiente 1:4-Niederlage, auch wenn diese vielleicht ein Tor zu hoch ausfiel.

Erwartungsgemäß sind die Eintracht-Frauen auf einen starken Gegner getroffen, der sehr auf Spielkontrolle aus war und die Gäste aus der Kreisstadt immer wieder vor Probleme gestellt haben. »Der Gegner war schon sehr stark und wird sicherlich ganz oben mitspielen«, so Eintracht-Coach Marcel David. Dabei geriet die Eintracht früh in Rückstand: Denisa Nesimi traf bereits in der zweiten Minute zur TSV-Führung. »Das Gegentor müssen wir einfach besser verteidigen. Das war natürlich maximal blöd«, berichtet der Trainer. Anschließend erwischten die Gäste aber eine gute Phase, wo sie immer mal wieder offensive Akzente setzen konnten und auch zwei Torchancen verzeichneten. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld bekam Northeims Madleen Schwab den Ball an den Arm. Der Schiedsrichter entschied nach Reklamation der Gastgeberinnen auf Handelfmeter. »Man kann den geben, man muss ihn aber nicht geben. Die Regelauslegung mit Handelfmetern checkt ja eh keiner«, so David, der glaubt, dass die Mehrzahl der Schiedsrichter den Elfmeter eher nicht geben.

Nach dem Seitenwechsel legte die Dreifach-Torschützin Leonie Stenzel das 3:0 direkt nach. Auch beim 4:0 bekamen die Barmke-Frauen einen weiteren Elfmeter zugesprochen, der die Gemützer erhitzte und gleich zwei roten Karten gegen die Northeimer Bank zur Folge hatte. »Ein absoluter Witzelfmeter. Das war absolut kein Elfmeter – da sind wir uns auf dem Fußballplatz alle einig gewesen«, so der verärgerte Coach. »Aber es war dennoch eine verdiente Niederlage. Wir haben aber phasenweise gut mitgespielt und der Lernprozess geht bei uns weiter«. Den Ehrentreffer erzielte dann noch Gesa Radtke (83.) zum 1:4-Endstand.