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Der diesjährige Kreisfußballtag des NFV-Kreises Northeim/Einbeck fand am Mittwochabend erneut im Hotel Panorama in Einbeck statt. Nachdem sich das neue Veranstaltungsformat bereits im vergangenen Jahr bewährt hatte, verlief auch die diesjährige Versammlung zügig. Nach etwas mehr als 90 Minuten war der offizielle Teil bereits beendet.
Zu Beginn gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute den verstorbenen Mitgliedern, die den Fußballkreis über viele Jahrzehnte geprägt haben. Anschließend blickte Kreisvorsitzender Henning Hartje auf das 50-jährige Jubiläum des NFV-Kreises Northeim/Einbeck sowie auf die zurückliegende Saison zurück. Dabei sprach Hartje erneut das Thema Fairness an, das ihm große Sorgen bereitet. »Fußball lebt von Fairness, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung – nicht nur gegenüber Schiedsrichtern, sondern auch gegenüber Mitspielern, Gegenspielern, Trainern, Vereinsverantwortlichen und Zuschauern. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, diese Entwicklung umzukehren. Wenn jeder seinen Beitrag leistet, können wir aus diesem Tal gemeinsam herauskommen«, appellierte der Kreisvorsitzende an die Vereine. Gleichzeitig richtete Hartje den Blick bereits auf das kommende Jahr. Mehrere Mitglieder des Kreisvorstandes werden 2027 nicht erneut kandidieren. Deshalb warb er eindringlich um neue Ehrenamtliche: »Unterstützt uns bitte bei der Suche nach engagierten Frauen und Männern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den Kreisfußball mitzugestalten. Ehrenamt lebt davon, dass Menschen sich einbringen«. Zudem sprach er sich klar für die Eigenständigkeit des Fußballkreises aus. Weitere Verbandsfusionen würden aus seiner Sicht eher Nachteile als Vorteile für den Kreis und die Vereine mit sich bringen.
Im Anschluss stellte NFV-Club-Berater Dominik Peters seine Arbeit vor. Seit seinem Amtsantritt hat er bereits mehrere Vereine besucht und bei verschiedenen Themen unterstützt. Peters warb dafür, das kostenlose Beratungsangebot künftig noch stärker zu nutzen, um die Vereinsarbeit weiterzuentwickeln. Als Referent für die Schiedsrichter stellte Lenard Stichnoth die wichtigsten Regeländerungen vor, die man schon bei der Weltmeisterschaft sehen konnte und nun auch im Amateurfussball umgesetzt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war die Ehrung der Meister- und Pokalsieger der vergangenen Saison. Nora Voltmann nahm die Ehrungen im Frauenbereich vor, Heinz Schwingel zeichnete die erfolgreichen Mannschaften bei den Herren aus. Desweiteren wurden Spieler vom TSV Fredelsloh, SG Rehbachtal und das Team der SG Leinepolder II für faire Gesten ausgezeichnet.

Zum Abschluss informierte der Spielausschussvorsitzende Heinz Schwingel über die Saison 2026/27. Insgesamt werden 89 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen – neun weniger als noch im Vorjahr. Besonders herausfordernd gestaltete sich die Planung der 1. Kreisklasse. Nach mehreren personell bedingten Mannschaftsabmeldungen und freiwilligen Rückzügen standen lediglich noch 18 Teams zur Verfügung – zu viele für eine Staffel, aber zu wenige für zwei ausgeglichene Ligen. Gemeinsam mit den betroffenen Vereinen entwickelte der Spielausschuss deshalb ein neues Wettbewerbsmodell. Zunächst werden in einer Vorrunde acht Spieltage absolviert. Anschließend wird die Liga in eine Meister- und eine Abstiegsrunde aufgeteilt, in denen jeweils weitere 16 Partien ausgetragen werden. Insgesamt umfasst die Saison damit 24 Spieltage. Gleichzeitig konnte durch das neue Modell verhindert werden, dass sieben Mannschaften absteigen müssen. Stattdessen wird es lediglich drei Absteiger geben. Der Start in die neue Spielzeit erfolgt Anfang August. Die Spielpläne wurden beziehungsweise werden derzeit an die Vereine verschickt.
