Das Ding der Woche konnten in dieser Woche an die Familie Bruno von Grün-Weiß Bad Gandersheim gehen. Mit 45% setzte sich Vater und Sohn deutlich in der Abstimmung durch.

Beim Auswärtsspiel in Vardeilsen waren keine zehn Minuten gespielt und schon hatte Sohn Leonardo (2.) und Vater Nicodemo Bruno (9.) zur 2:0-Führung für die Grün-Weißen getroffen. Ein tolles Ereignis für die beiden Brunos, die die wichtigen drei Punkte auf den Weg gebracht haben. „Mein Vater hat mir mein Tor vorgelegt, ich habe das Gefühl wir haben ein blindes Verständnis. Das mein Vater und ich beide getroffen haben ist ein sehr besonderes und schönes Gefühl. Ich glaube nämlich nicht das jeder mit seinem Vater zusammen spielen kann. Und das noch beide treffen, ein unglaubliches Gefühl“, war der 22-jährige Leonardo glücklich über den Bruno-Doppelpack, der normalerweise in der zweiten Herren spielt aber bereits zwei Mal in der Kreisliga-Mannschaft ausgeholfen und jeweils getroffen hat. „Ich würde mir wünschen, dass er häufiger bei uns spielt. Aber er ist Kapitän in der 2. und möchte seine Mannschaft nicht im Stich lassen. Es war schön, dass wir beide getroffen haben. Am Ende sind aber die drei Punkte wichtig, egal wer die Tore schießt. Natürlich freue mich aber mehr wenn er trifft“, sagt der 45-jährige Routinier Nicodemo. 

Während der sympathische Italiener „Demo“ schon seit fast drei Jahrzehnten im Fußballkreis unterwegs ist und auf dem Platz nicht nur durch seinen Ehrgeiz und südländisches Temperament sondern vor allem mit seiner fußballerischen Klasse für Aufsehen sorgt, erfüllt sich für den jungen Bruno ein Wunsch: „Es war immer mein Traum mit meinem Vater mal zusammen zu spielen. In Testspielen hatten wir schon öfters das Vergnügen gehabt, miteinander zu spielen, aber in einem Pflichtspiel zusammen auf dem Platz zu stehen, zu treffen und zu gewinnen, ist nochmal ein anderes Gefühl und sehr besonders. Mein Papa war schon immer mein fußballerisches Vorbild. Seit dem ich drei Jahre alt bin, hat er alles für mich getan und auch wenn ich ihn heute spielen sehe, spielt er mit 45 Jahren immer noch Weltklasse in meinen Augen!“, schwärmt Leo von seinem Vater. 

Wie oft es zu dieser Konstellation noch kommen wird, scheint noch ungewiss: „Fußball ist und war mein Leben. Natürlich hab ich in meinem Alter Probleme mit diversen Verletzungen. Aber es macht mir weiterhin Spaß Fußball zu spielen oder auch zu trainieren bei Dennis als Co-Trainer“,  lässt Papa Bruno, der bereits fünf Tore erzielt hat, sein Karriereende offen. „Sofern es mein Körper zuließ war es immer mein Ziel mit oder gegen meinen Sohn mal zu spielen. Ich freue mich einfach sowas zu erleben und dass ich noch auf dem Platz stehe. Wie eingangs gesagt, würde ich mir wünschen, dass er fest in der 1. spielt. Aber ich mache ihm auch kein Druck!“, so der 45-jährige, der mit seinem Team erneut den Klassenerhalt schaffen möchte.