Einen wahren Pokalfight lieferten sich am Mittwochabend der SV Höckelheim und der FC Hettensen/Ellierode ab. Am Ende setzt sich der Favorit im Elfmeterschießen durch.

Nur drei Minuten waren gespielt, da ging der Underdog nach einem Eckstoß durch ein Eigentor in Front. Ein Start nach Maß für den Kreisligaabsteiger aus Höckelheim, der nur wenige Minuten später die nächste gute Chance hatte. Hettensens Thorben Trebing (29.) markierte dann aber den Ausgleich. Wer nun glaubte, dass mit dem 1:1 das Spiel in Richtung der Gäste kippte, der wurde getäuscht. Die Partie blieb ausgeglichen und der Kreisklassist, angefeuert von rund 120 Zuschauern, hatte sogar in der Summe die besseren Torchancen. »Soviele Torchancen wie heute hatten wir in der Kreisliga noch nie gegen Hettensen«, sagte SV-Sprecher Christian Ellies nach Spielschluss.

In der hitzigen Schlussphase ging es dann ordentlich zur Sache. Erst flog Höckelheims Robert Schwörer (78.) mit gelb/rot vom Platz und kurz vor Ende der regulären Spielzeit ging auch Höckelheims Henrik Linnemann (90.), der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, vorzeitig vom Platz. Nach dem Spiel hat der beteiligte Hettenser Spieler dem Schiri aber einen Hinweis gegeben, dass es sich nicht nach einer Tätlichkeit angefühlt hat. »Dass ändert aber natürlich nichts daran, dass ich einen Sonderbericht zum Feldverweis auf Basis meiner Wahrnehmung auf dem Spielfeld anfertigen muss«, so Schiedsrichter Daniel Altmann, der bei einer roten Karten zu einem Sonderbericht verpflichtet ist. Während Hettensen zwar anrannte aber meist zu hektisch agierte, ging ein Ball dann doch noch gefährlich Richtung Höckelheimer Tor den Schlussmann Noah Zahel (88.) glänzend parieren konnte.

So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung herbeiführen. Dabei blieben alle Schützen souverän vom Punkt, bis auf Höckelheims Soner Sulemanov, der an FC-Keeper Arian Siebrecht scheiterte.