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Die Drachenboot-Saison hielt für den Northeimer Drachenbootverein mit seinem Team „Paddelquäler“ gleich zwei letzte Regatten der Saison bereit. Zunächst am Tankumsee und kurz darauf beim Wolfsburger Drachenboot Cup am Allersee.
Beide Veranstaltungen zeigten ein Team, das sich unter wechselnden Bedingungen behaupten konnte, dabei aber sehr unterschiedliche Rennverläufe erlebte.
Isenbüttel: Platz 1 im Silber-Finale am Tankumsee: Konstanz bringt den Sieg im kleinen Finale
Beim Rennen am Tankumsee am 30. August 2026 präsentierten sich die Paddelquäler in solider Form. Schon in den Vorläufen zeigte sich ein enges Leistungsniveau: Mit Zeiten knapp unter bzw. um die 58 Sekunden bewegte sich das Team konstant im vorderen Mittelfeld. Diese Stabilität reichte für die Qualifikation zum Silber-Finale, in dem die Plätze vier bis sechs ausgefahren wurden. In einem engen und taktisch anspruchsvollen Rennen bewiesen die Northeimer Nervenstärke. Trotz einer kritischen Situation kurz vor dem Ziel, als ein gegnerisches Boot gefährlich nahe kam, hielt das Team seinen Rhythmus.
Mit einer Zeit von 58,80 Sekunden sicherten sich die Paddelquäler den Sieg im Silber-Finale und belegten damit Rang vier in der Gesamtwertung. Ein Ergebnis, das vor allem durch konstante Leistungen und Teamzusammenhalt geprägt war.
Wolfsburg: Auf und Ab zwischen schwierigen Vorläufen und starkem Finaltag
Ganz anders verlief das Wochenende beim Wolfsburger Drachenboot Cup auf dem Allersee Anfang September. Hier trafen die Paddelquäler auf ein deutlich größeres Starterfeld mit rund 57 Teams sowie wechselhafte und teils anspruchsvolle Bedingungen. Der erste Renntag war geprägt von Wind, technischen Schwierigkeiten am Start und nicht optimalen Abläufen. Die Vorläufe über 200m verliefen entsprechend durchwachsen, sodass sich das Team zunächst im Mittelfeld wiederfand. Erst über die 1.000-Meter-Langstrecke konnte das Team seine Stärke ausspielen und sich mit einer starken taktischen Leistung des eigenen Steuermanns auf Platz zwei vorkämpfen.
Am zweiten Renntag zeigte sich dann ein völlig anderes Bild: bessere Bedingungen, mehr Stabilität im Ablauf und deutlich bessere Rennzeiten. Besonders über 200 Meter gelang mit einem Sieg ein sportliches Highlight. Auch im weiteren Verlauf bestätigte das Team seine Leistungsfähigkeit und erreichte im B-Finale der Fun-Sport-Klasse einen starken zweiten Platz.
Fazit: Zwei Regatten, zwei Charaktere
Während am Tankumsee vor allem Konstanz und sauberes Paddeln den Erfolg im kleinen Finale sicherten, zeigte sich in Wolfsburg ein deutlich dynamischeres Bild mit schwankenden Leistungen, aber einem starken zweiten Renntag und einem Rennsieg als Höhepunkt. Beide Regatten zusammen zeigen ein Team, das sich flexibel auf unterschiedliche Bedingungen einstellen kann, mal stabil und kontrolliert, mal kämpferisch mit klaren Leistungsspitzen.

Fotos/Text: Drachenbootverein
